{"id":75,"date":"2016-06-13T21:43:02","date_gmt":"2016-06-13T19:43:02","guid":{"rendered":"http:\/\/gachter.name\/lirumlarum\/?p=75"},"modified":"2022-08-25T18:01:54","modified_gmt":"2022-08-25T16:01:54","slug":"anforderungen-an-erste-lesetexte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gachter.name\/lirumlarum\/2016\/06\/13\/anforderungen-an-erste-lesetexte\/","title":{"rendered":"Anforderungen an erste Lesetexte"},"content":{"rendered":"<p>Folgender Beitrag wurde urspr\u00fcnglich in der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.sbd.ch\/de\/content\/download\/4077\/30413\/file\/SBD_Auswahl_Erstes_Lesealter_2015_Heft.pdf\">Auswahl Erstes Lesealter 2015<\/a>\u00a0des <a href=\"http:\/\/www.sbd.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SBD<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<h3>Was ist Lesen?<\/h3>\n<p>Man schaut in ein Buch und spricht dazu. Das heisst, vorgegebene Schriftzeichen werden optisch erfasst und in gesprochene Sprache umgesetzt.<\/p>\n<p>Diesen Umsetzungsprozess m\u00fcssen sich lesen Lernende erarbeiten, im Anschluss ans Sprechenlernen, das der Entwicklung der mundmotorischen Bewegungsabl\u00e4ufe folgt.<\/p>\n<p>Als erstes muss die <em>Technik des Lesens<\/em> erworben werden. Dann erst ist es m\u00f6glich, sich mittels des Lesens neue Inhalte anzueignen.<\/p>\n<ul>\n<li>Lernen, um lesen zu k\u00f6nnen<\/li>\n<li>Lesen, um zu lernen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Was spielt beim Lesenlernen eine Rolle?<\/h3>\n<h4>1. Augenfunktionen<\/h4>\n<p>Die Augen spielen die zentrale Rolle bei der optischen Aufnahme. Ungef\u00e4hr 80% an Informationen werden von den Augen erfasst.<\/p>\n<p>Beim Lesen verweilen die Augen etwa 1\/3 Sekunde an der gleichen Stelle und erfassen bis circa 7 Buchstaben als Einheit scharf, unabh\u00e4ngig von einem sinntragenden Wortgebilde. Das Zusammenbringen der beiden getrennten visuellen Eindr\u00fccke zu einem einzigen, eindeutigen Eindruck geschieht im Zentralnervensystem und kann etwa 1\/2 bis 1 Sekunde dauern.<\/p>\n<p>Lesen ist beim Erlernen auf allen Stufen bei gut eingestellten Augen anstrengungsfrei und ausdauernd m\u00f6glich.<\/p>\n<h4>2. Lesbarkeit<\/h4>\n<p>Bei der Beurteilung von \u201eLesbarkeit\u201c geht es darum, in welcher Zeiteinheit ein Schriftst\u00fcck gelesen werden kann. Lesbarkeit wird errechnet aus der Zahl der Zeilen pro Seite, der Zahl der W\u00f6rter pro Zeile und der Zahl der Silben pro Wort. Sie ist abh\u00e4ngig von den Buchstabenabfolgen, von Rechtschreibbesonderheiten, von seltenen W\u00f6rtern sowie Fremdw\u00f6rtern und vom Satzbau. Ausserdem ausschlaggebend f\u00fcr schnelles Lesen sind eine normgerechte Orthografie, die erwartete Zeichensetzung, die Satzl\u00e4ngen, die Art der Darstellung, die logische Gedankenf\u00fchrung und die Vorkenntnisse der Lesenden.<\/p>\n<h4>3. Leserlichkeit \/ Lesefreundlichkeit<\/h4>\n<p>Leserlichkeit bezeichnet das, \u201ewas den Augen angenehm ist\u201c. Sie h\u00e4ngt direkt ab von der typografischen Gestaltung der Buchstaben, Zeilen und Fl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Zwei in ihrem Aufbau und Inhalt gleiche Texte, typografisch jedoch unterschiedlich gestaltet, beeinflussen die Leserlichkeit ebenso, wie der Wechsel verschiedener Schriftarten. Schriften, die h\u00e4ufig gesehen werden, k\u00f6nnen schneller und sicherer gelesen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Folgender Beitrag wurde urspr\u00fcnglich in der\u00a0Auswahl Erstes Lesealter 2015\u00a0des SBD ver\u00f6ffentlicht. Was ist Lesen? Man schaut in ein Buch und spricht dazu. Das heisst, vorgegebene Schriftzeichen werden optisch erfasst und in gesprochene Sprache umgesetzt. Diesen Umsetzungsprozess m\u00fcssen sich lesen Lernende erarbeiten, im Anschluss ans Sprechenlernen, das der Entwicklung der mundmotorischen Bewegungsabl\u00e4ufe folgt. 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